Neue Studie zur Erhaltung kognitiver Fähigkeiten

24. September 2016

Einen weiteren Beleg für den positiven Effekt von Bewegung und Sport auf die kognitive Leistungsfähigkeit liefert eine finnische Studie. Wer moderat Sport treibt, profitiert Jahre später in Form einer besseren Gedächnisleistung. Das Besondere: dies gilt auch für Zwillingspaare.

In der kürzlich publizierten Studie aus Helsinki verglichen Forscher der University of Helsinki den kognitiven Status von über 3000 Zwillingen, die 25 Jahre zuvor zu ihren Lebensgewohnheiten befragt wurden. Die viele Jahre zuvor körperlich Aktiven schnitten dabei signifikant bessern ab als ihre inaktiven Zwillingsgeschwister (1).

Sport und Bewegung wird wie eine Polypille: positive Effekte entstehen im Blutdruck, der Fettverbrennung und der mentalen Erholung. Bewegung hemmt zudem entzündliche Prozesse, verbessert die Insulinempfindlichkeit und vermeidet Übergewicht. Welche dieser Wirkungen die positiven Effekte auf die kognitive Gesundheit ausübt ist unklar. Ist es der Sport selbst? Oder deuten die Aktivierung der Durchblutung bestimmter Hirnareale oder eine Stimulation der Neubildung von Hirnnervenzellen auf eine direkte Wirkung im Gehirn hin? Diese Fragen bleiben auch nach dieser Studie unbeantwortet. Betroffenen dürfte dies herzlich egal sein.

  1. Journal of Alzheimer’s Disease (2016; doi: 10.3233/JAD-160377)